Rückblick auf unsere Gemeindefreizeit 2023

von Thorsten Vogel

Gemeindefreizeit 2023

Aller (Neu)-Anfang ist bekanntlich schwer. Nach langer Zeit haben wir endlich wieder eine übergreifende und nicht-zielgruppenorientierte Freizeit durchgeführt.

Von Anfang an war uns wichtig, dass es keine Einschränkungen geben sollte beim Alter, Geschlecht, Interessen, Zugehörigkeit zu einer Kirche, Religion oder anderen Attributen. Wichtig war uns lediglich das Interesse am Nächsten, die Bereitschaft sich zu öffnen und der Wunsch endlich mal abseits der üblichen Wege Gemeinschaft miteinander zu haben.

So fanden sich 17 Teilnehmende an einem schönen Septemberwochenende im Freizeitheim Hohegrete bei Pracht ein, um genau diese Gemeinschaft untereinander und mit Jesus zu erleben und vielleicht auch neu zu erfahren.

Unser Programm war ganz bewusst darauf ausgelegt, miteinander zu sprechen, neues mit Jesus zu erleben, draußen und drinnen zu sein und die Seele baumeln zu lassen.

So fing der erste Abend nach einem gemeinsamen Abendessen mit einem Kennenlernen der etwas anderen "Art" statt: So sollte jeder und jede Teilnehmende jeweils drei andere Teilnehmende mit Hilfe eines Stiftes und einem Blatt Papier zeichnen. Die einzigen Auflagen dabei waren: Du hast zwei Minuten Zeit, du darfst nicht auf dein Blatt schauen sondern deiner Muse ins Gesicht, du darfst den Stift nicht absetzen.

Heraus kamen sehr interessante Karikaturen und die Aufgabe war dann nach drei Runden, dass jeder Porträtierte aus drei Portraits das Lustigste aussucht und sich dann der ganzen Gruppe reihum anhand dieses Portraits vorstellt. Schon während des Zeichnens war der Raum von lautem Lachen erfüllt und nachher bei der Vorstellung noch verstärkter. Wir wurden locker, entspannt und haben bei scheinbar bekannten Menschen auch noch neue interessante Dinge kennengelernt.

Der Eckstein und seine lebendigen Steine

Jeder Tag wurde mit einer kurzen knackigen Andacht abgeschlossen und jeder Morgen damit begonnen. Am zweiten Tag haben wir uns mit einer Bibelstelle aus dem ersten Petrusbrief zum Thema "Lebendige Steine" beschäftigt. Vier parallele Gruppen haben mit jeweils vier Teilnehmenden zugehörige Texte aus der Bibel bearbeitet und ihre Erkenntnisse nachher im Plenum zusammengetragen. Wir waren erstaunt, wie tief unsere Erlebnisse und Erkenntnisse waren. Wir hatten gemeinsam das Gefühl, dass Jesus mit seinem heiligen Geist selbst da ist und uns die Texte auslegt. Uns wurde bewusst, was Petrus mit unserer Rolle als "lebendige Steine" in der Gemeinde zum Ausdruck bringen wollte und warum wir nur auf dem einzigen Eckstein Jesus Christus lebendig bleiben können. Das war für uns ein echtes "Aha-Erlebnis".

Nach unserer Bibelarbeit haben wir Steine mit unserem Namen beschriftet und diese an einem Eckstein angebracht.

Der Eckstein und seine lebendigen Steine

Buddhisten und Christen?

Nach einem guten gemeinsamen Mittagessen stand der Nachmittag für alle zur freien Verfügung. Die meisten von uns haben eine tolle Wanderung bei strahlendem Sonnenschein unternommen und sind am einzigen buddhistischen Kloster auf dem Westerwald vorbeikommen. Dort hat man uns spontan zu einem warmen Apfelsaft eingeladen.

Dabei kamen wir mit einer Mönchin ins Gespräch und konnten uns gegenseitig bekannt machen.

Am Abend gab es nach dem Abendessen ein lockeres und buntes Miteinander mit gemeinsamen Singen, Lachen, Spielen und Gebet. 

Am Sonntagmorgen nahmen wir an einem öffentlichen Gottesdienst der hiesigen freien Gemeinde im großen Saal der Freizeitstätte teil und bekamen eine lange, aber doch sehr wortgewaltige Predigt mit. Unsere Geburtstagskinder konnten sich Lieder wünschen, die wir miteinander im Gottesdienst sangen. 

Nach einem gemeinsame Mittagsessen mussten wir auch schon voneinander Abschied nehmen und waren uns einig, dass wir diese Freizeit dringend wiederholen sollten. Darauf freuen wir uns auch schon alle!

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