Aktuelle Informationen

Weihnachtsgottesdienste

E³ - Gottesdienst am 28.11.2021
Am 28.11 um 10.30 Uhr findet wieder der sehr beliebte E3 Gottesdienst in der Betzdorfer Kreuzkirche statt.
Passend zum ersten Advent dreht es sich diesmal um den Propheten Sacharja und was ein Eselsfohlen mit dem angekündigten Friedenskönig zu tun hat. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von dem Frauenduo Zweisam, die adventliche aber auch neue Songs zum Mitsingen spielen.
Ein Anspiel einer Touristengruppe am Paladin in Rom, eine knackig tiefgründige Ansprache zum Thema und die Einbindung der Besucher*innen wird ebenso geboten.
Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit zum Austausch bei kalten und heißen Getränken und zur persönlichen Seelsorge.
Eintritt gibt es für alle, die einen G3-Nachweis mitbringen.
Das E3-Team freut sich sehr auf alle Besucher*innen.
TheAttraktion - Was bleibt

Herzliche Einladung!

mittendrin - die Mittwochskonzerte

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu den mittendrin Konzerten.

 

Das Konzert am 24.11. muss leider, verletzungsbedingt, abgesagt werden, wir bitten um Ihr Verständnis.

Aktueller Gottesdienstplan

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

hier können sie den Gottesdienstplan für Juli - Septemeber 2021 herunterladen.

Unsere Gottesdienst finden wieder als Präsenzveranstaltungen statt, in der Regel werden sie aber auch Online verfügbar sein, ist dies nicht der Fall wird dies im Gottesdienstplan explizit vermerkt.

Bitte beachten sie bei ihrem Besuch die geltenden Hygienmaßnahmen (Mund-Nase Bedeckung, Abstandsregel, etc)

 

Alltagshilfen

Hier finden Sie Informationen, wenn Sie Hilfe im Alltag brauchen. 

Ich brauche Hilfe/ Ich möchte helfen

Wer aus unserer Gemeinde braucht Hilfe? 
(ob beim Einkaufen, für Besorgungen jeder Art, beim Hund ausführen oder bei der Kinderbetreuung oder anderem)
Wer aus unserer Gemeinde möchte gerne helfen?

Für beides möchten wir verweisen auf das gut funktionierende System unserer Verbandsgemeinde: Sie greift hierzu auf ein zum großen Teil schon bestehendes System der Vernetzung zurück, hat es für den neuen Bedarf ausgebaut und bietet allen an, sich dorthin zu wenden. Hier die Hinweise, die auch in Mitteilungsblatt und anderen Medien bekanntgegeben werden. Sie schreiben, dass es zwei Wege gibt:

  • Telefonisch:
    Täglich zwischen 10-12 Uhr (Montag-Freitag) unter der folgenden Telefonnummer: 02741/291-290. Wir vermitteln den Kontakt zu einem freiwilligen Helfer, der unterstützen möchten (aus der DorfFunk-App oder an die Ansprechpartner bei den Ortsgemeinden).

  • Per DorfFunk-App:
    In der App kann man sich auszutauschen, Hilfe anzubieten oder Hilfe zu suchen. Man kann, wie bei WhatsApp auch, Gruppen gründen und sich dort organisieren (Vorteil: Man hat nicht automatisch die Nummern von allen Gruppenmitgliedern und es gelten die europäischen Datenschutzrichtlinien).
    Weitere Infos zum DorfFunk:

    Diese App ist bei unserer Teilnahme am Projekt „Digitale Dörfer“ entstanden – in der App können Bürger:innen ihre Hilfe anbieten, Gesuche einstellen oder einfach nur zwanglos miteinander plauschen. Da auch die Neuigkeiten aus unserem Nachrichtenportal www.bg-aktuell.degezeigt werden, bleibt man dabei immer auf dem Laufenden.

    Wir haben mit dem „Sag’s uns“-Kanal auch einen direkten Zugang zur Verwaltung aufgemacht: Bürger:innen können Vorschläge, Wünsche oder Mängel direkt an die Gemeindeverwaltung senden und wir bearbeiten diese intern kollaborativ.
    Die App kann man ganz einfach bei Google Play (für Android-Geräte) oder im App-Store (für Apple-Geräte) runterladen, danach wählen Sie Ihre Gemeinde aus.
    Zur Hilfestellung gibt es zusätzlich auf YouTube Erklärvideos zum Einrichten und Umgang mit der App – man gibt einfach „DorfFunk“ in der Suche ein.
    Bei allen Fragen, zur App oder anderen Dingen, können Sie sich an uns wenden – wir helfen Ihnen gerne weiter: 02741/291-124 (Sascha Hensel) oder -125 (Sarah Brühl). Gerne auch per Mail unter sascha.hensel@vg-bg.de oder sarah.bruehl@vg-bg.de.

Bitte, weisen Sie unsere hilfsbedürftigen Gemeindeglieder darauf hin!

Und schön, wenn wir christlich Flagge zeigen, indem wir uns selbst engagieren und in unserer Stadt und unseren Ortschaften einbringen, Not zu lindern!

Weitere Hilfsangebote

Nähen gegen das Virus
Auf Initiative von Gisela Steffens und Karl-Heinz Striegl hat der Krea(k)tivkreis Atemschutzmasken für unsere ökumenische Diakonie-Sozialstation genäht.
Weitere Nähmaschinen-Kundige aus der Gemeinde sind hinzugekommen, ebenso wie weitere Aufgaben: Atemschutzmasken auch für andere Einrichtungen, Kittel für andere Einrichtungen.

Wer noch mitmachen möchte, melde sich gerne bei Gisela Steffens Tel 24121

Wer kann noch Schrägband zur Verfügung stellen? Bitte melden!

 

Für Flüchtlinge, unsere Geschwister im Herrn aus anderen Ländern:

Hier findet Ihr die aktuellen Regeln und Gesetze für Deutschland in euren Muttersprachen:

https://www.saechsischer-fluechtlingsrat.de/de/2020/03/16/mehrsprachige-hinweise-corona-sprechzeiten-des-sfr-fallen-aus/
Manche Regeln sind in den Bundesländern verschieden.  Da müsst ihr unter "Rheinland Pfalz" suchen.

Allgemein:
Wenn Sie darüberhinaus noch Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Hauptamtlichen, '
Pfarrer Heinz-Günther Brinken 23680,
Pfarrerin Anja Karthäuser 9382450  
Jugendleiter Ecki Weiss 973061 
wir suchen mit Ihnen nach Lösungen und vermitteln Hilfen!

 Alle Kontaktdaten finden Sie hier: Kontaktdaten 

Angebote im digitalen Gemeindeleben

Wir müssen nun alles digital erledigen. Hier versuchen wir dem einigermaßen gerecht zu werden. 

Gottesdienste, Andachten

Seit dem 21.06. feiern wir wieder Präsenzgottesdienste. Die meisten davon werden auch weiterhin live übertragen:  

Hier finden Sie die aktuellen und auch die vergangenen Gottesdienste. 

Es gibt auch eine große Vielfalt an anderen Orten: Suchen Sie sich, was für Sie passend scheint! Hinweise finden Sie die über die Kirchenkreis-Homepage www.kk-ak.de und auf der ekir-Homepage unter folgendem Link: https://news.ekir.de/inhalt/gottesdienste-werden-jetzt-digital-gefeiert

Seelsorge und Beratung gerade in dieser Zeit:

Fällt Ihnen die Decke auf den Kopf?
Macht Angst sich breit? Oder Einsamkeit?
Bedrückt Sie die Sorge um Menschen, die Ihnen nahestehen?
Fällt es Ihnen schwer, den Alltag neu zu gestalten?
Belasten die eingeschränkten Freiheiten Ihr Familienleben?
Quälen Sie dustere Gedanken und Befürchtungen?
Lassen Fragen nach Gott und Ihren Glauben Sie nicht los?
Fehlen Ihnen die Worte für ein Gebet?
Wissen Sie manchmal nichts mit sich anzufangen?
Grübeln Sie über Sinnfragen?

Wir als Ihre Pfarrer/in stehen Ihnen für Gespräche, Seelsorge und Beratung bereit:
Pfarrerin Anja Karthäuser, 02741/ 9382450, anja.karhaeuser@ekir.de und
Pfarrer Heinz-Günther Brinken, 02741/ 23680, hgbrinken@gmx.de

Haus- und Geburtstagsbesuche durch unseren Besuchsdienst

Die Haus- und Geburtstagsbesuche durch unseren Besuchsdienst müssen natürlich und leider ausfallen – wir möchten niemanden gefährden. Unsere Segenswünsche übermitteln wir Ihnen dennoch: per Telefon oder Postkarte möchten wir bei Ihnen sein. So können wir gerade jetzt die besonderen Tage in Ihrem Leben teilen und Anteil nehmen an der Freude, aber je nachdem auch an Last und Leid. Wir vom Besuchsdienstkreis und Ihre Pfarrer/In sind weiterhin für Sie da!

Haben Sie Wünsche an uns? Möchten Sie uns etwas mitteilen? Bitte melden Sie sich bei Koordinatorin Pfarrerin Anja Karthäuser, 02741/9382450 Innerhalb der 14. Kalenderwoche (= die Woche bis zum 5. April) bekommen alle Freudenpäckchen-Empfänger einen „Trostbrief“ von uns.

Sollte bei Ihnen versehentlich keiner angekommen sein, melden Sie sich bitte unter 02741/ 22231

Vielleicht sind Sie kein Freudenpäckchen-Beschenkter, aber denken dennoch: „Ein solcher Brief könnte mir guttun.“ Gerne bekommen Sie auf Anfrage ebenso einen!

Wir sind für Sie da

Wir müssen Abstand halten und soziale Kontakte reduzieren. Und doch sind wir für einander da. In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiter möglich, nur in anderen Formen, die wir nach und nach entwickeln.

Die Türen unserer Gemeindehäuser und des Gemeindebüros sind zwar bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen, aber wir sind weiter für Sie da!

Telefonisch und per Mail stehen wir zur Verfügung. Bescheinigungen werden per Post oder Mail verschickt.

Kontaktdaten finden sie hier: Kontaktdaten

Gedanken, Texte, Gebete

Liebe Gemeinde,
An dieser Stelle versuchen wir geistliche Impulse zu veröffentlichen.
Wir hoffen damit, eine Hilfe zu geben, um in dieser besonderen Zeit geistlich frisch zu bleiben. 

Herzliche Einladung, sich im Gebet und Glauben mit uns zu vereinen!
Herzliche Einladung, Sorgen und Nöte, aber auch Ermutigendes und Aufrichtendes zu teilen!

Wenn Sie mögen, schicken Sie uns Ihre Ergänzungen!  
Kontaktdaten

Ältere Veröffentlichungen

Ab hier finden Sie Veröffentlichungen, der letzten Wochen und Monate, Evtl. ist ja noch das eine oder andere dabei was Sie interessiert. 

Andacht KW2

Weihnachten mit Langzeitwirkung

Lebkuchen im Februar?  Für die ist ja im Mai Schluss wegen des   Haltbarkeits-datums. Also müssen sie jetzt weg. Ach so, Weihnachten ? – Weit weg, was soll das noch?

Ich lese da vom Erlebnis eines alten Mannes. Also nenne ich es mal:  "Weihnachten mit Langzeitwirkung": Jesus war bereits einige Wochen alt. Die Eltern besuchten mit ihm Kind einen Gottesdienst im Tempel. Da taucht dieser alte Mann auf. Simeon heißt er, ein Mann mit "Power": geistesgegenwärtig, erwartungsvoll. Wie ist das sonst "normalerweise": Wenn ein Mensch alt wird, dann werden die Wünsche bescheidener: Hauptsache gesund , nicht blöd im Kopf werden, niemandem zur Last fallen. 

Simeon ist echt alt geworden, aber er hat noch "Feuer". Er erwartet noch was vom Leben,  obwohl er weiß , dass er sterben wird.  Er kommt in den Gottesdienst und ,  sieht Maria und Joseph. Er sieht Jesus. Er nimmt ihn auf seine Arme und sagt: "Nun kann ich in Frieden sterben, denn meine Augen haben Jesus gesehen, den Retter, welchen Gott geschickt hat." Zum Nachlesen: Die Bibel: Lukasevangelium Kapitel zwei, aber weiter hinten! Die Bibel lädt ein, Jesus, sein Tun und Reden das ganze Jahr hindurch zu entdecken.

Anders ausgedrückt Weihnachten mit Langzeitwirkung für ein gesegnetes Leben.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW3

„Was mir Angst macht, bestimme ich selbst.“

Das passiert immer wieder: Sie haben sich etwas vorgenommen: eine Arbeit die liegen geblieben ist, fertig stellen. Oder ein Projekt im beruflichen oder privaten. Und dann ist es nicht so gelaufen wie es sollte, ein Fehler hat sich eingeschlichen, oder eine Information fehlte. Und natürlich die aktuelle Lage im Januar 2021, wo irgendwelche Pläne in der Schublade bleiben müssen.

Vielleicht können Sie so damit umgehen.   „Was mir Angst macht, bestimme ich selbst.“ Stattdessen:  Ich leiste mir: Gelassenheit, Lernerfolg,  Zuversicht“

Wie das geht? Eigentlich „einfach“, nur nicht nach der Methode „Zähne zusammenbeißen“. Sondern so: Ich hole tief Luft,  halte inne und ich denke an ein Versprechen, das Gott  seit langem  gegeben hat. In der Bibel steht da zum Beispiel: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.  So steht es im Neuen Testament:: .2. Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 7. Das kann ich mir wirklich leisten, nein, besser: von Gott schenken lassen. Jeden Tag neu.

 Heinz-Günther Brinken

Andacht KW4

Wie ist Ihr Leben?  Barmherzig, geduldig und gnädig!

Diese drei Eigenschaften können wir sehr gut gebrauchen.Für das Jahr 2021 steht ein Satz von Jesus Christus im Mittelpunkt. Er steht in der „Bergpredigt“ des Lukasevangeliums. Jesus Christus spricht:

„SEID BARMHERZIG wie auch EUER VATER BARMHERZIG IST!“ (Lukas 6,24).

Das ist die Ermutigung und Handlungsanweisung für unser Leben. Wir sollen und dürfen (!) barmherzig mit den Mitmenschen und mit uns selbst umgehen. Jesus spricht hier vom Vater, und meint damit Gott, seinen Vater und unseren Schöpfer. Schon seit Jahrzehnten singen wir in der Gemeinde: „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn….., Barmherzig, geduldig und gnädig ist er, viel mehr als ein Vater es kann“.  Barmherzigkeit und Geduld als unsere Lebensgestaltung ist gefragt als Antwort des Glaubens. Warmherzigkeit und Gnade entstehen, weil wir Gottes Barmherzigkeit für unser Leben empfangen. Und genau das geschieht in unseren Gottesdiensten. Und die Kreuzkirche und der You-Tube Kanal im Internet sind geöffnet. Herzlich willkommen!

Pfr. Heinz-Günther Brinken

 

Andacht KW6

Lieben Sie auch die Vorfreude? Für mich ist es immer wunderbar, konkrete Pläne mit schönen Aussichten zu haben! Wenn ich weiß: Nächste Woche werde ich meine Eltern besuchen. Oder ein Konzert erleben. Pläne, Aussichten mit klarem Datum und Ziel. Vorfreude!

Aber die funktioniert jetzt in der Coronazeit nicht. Vieles fällt aus, alles ist ungewiss. Vielleicht trifft mich schon morgen eine Quarantäne oder gar das Virus selbst.

Vorfreude unmöglich? Als ich darüber nachdachte, fiel mir auf: Die Bibel ist voller Vorfreude. Und das dank ihrer göttlichen Verheißungen. Allerdings: Selten haben diese Verheißungen ein klares Datum. Und dennoch lebten die Väter und Mütter des Glaubens voll froher Erwartung darauf zu. Mit dem starken Vertrauen: Da kommt noch was von Gott selbst, auf das wir mit Freude vorausblicken können. Das ist Vertrauen, das sich direkt auswirkt.

Menschen, die bekennen konnten und erfahren hatten: „Der Herr ist mein Hirte“ (Psalm 23,1), sagten auch voll Zuversicht: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.“ (Psalm 23,6) Ist es ein Zufall, dass dies der heute noch beliebteste Psalm ist? Nein, es ist eine Botschaft. Die Botschaft, dass die Erfahrungen und das Vertrauen des Psalms 23 zeitlos sind. Darum:

Vorfreude, auch und gerade jetzt, hier und heute!

Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW7

„Wer wird uns Gutes sehen lassen?“

Noch immer müssen wir mit Masken herumlaufen und die Geduld ist allmählich am Ende. Es fällt uns schwer, eine Zeit lang um eines höheren Gutes willen und zum Wohl der Allgemeinheit auf gewohnte persönliche Freiheiten zu verzichten.

Wir können versuchen zu beten: „Gott, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“  (Psalm 4 Vers 7)

 

Und tatsächlich sind die Gottesdienste, welche wir noch live und im Internet feiern können, Orte der Hoffnung!

Als Antwort empfangen wir tröstende und mutige Gedanken, zum Beispiel diese: „Jesus Christus, gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit. Es ist eine köstliche Sache, dass unsere Herzen fest werden. Dies geschieht aus Gnade.“ (Hebräerbrief, Kap.13, Verse 8-9). Mal sehen, was in einer Woche aktuell ist. Heinz-Günther Brinken

Andacht KW8

Verantwortung, Verlässlichkeit, Vertrauen!

Diese drei Eigenschaften brauchen Sie und ich. Die helfen uns das ganze Jahr hindurch. Fragt sich nur, wo und von wem wir diese empfangen.

In der Bibel im Neuen Testament steht: Jesus, der Sohn Gottes ist wie ein  großer Hoherpriester. Er hat den ganzen Himmel bis hin zum Thron Gottes durchschritten. Zugleich hatte er die Tiefen und das Leid menschlichen Lebens erlebt und durchlitten. Und, ähnlich wie wir, war er Krisen und Versuchungen aller Art ausgesetzt.  Allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass Jesus ohne Sünde war und unschuldig blieb.

Im Hebräerbrief, Kap, 4 Vers 16 steht:“So lasst uns nun mit Vertrauen hinzutreten zu Jesus Christus, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“  Dann empfangen wir  Verantwortung und  Verlässlichkeit für unsere Mitmenschen und für uns selbst.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW9

Unsere Zeit, in der wir leben: Alles dreht sich um ein winziges Igelbällchen. Und, ja richtig: Diese Minikugel kann uns das Leben komplett vermiesen, ja sogar rauben!

Und doch denke ich: Ist das alles? Alles, was unser Leben dominiert? Unsere Gefühlslage bestimmt? Unser Dasein definiert? Unseren Geist beschäftigt? Unser Herz füllt? Unsere Kräfte braucht?

Nein, das ist nicht alles!

„In dir ist Freude, in allem Leide“ so richtet sich ein Lied an Jesus Christus: „In dir wir haben himmlische Gaben“. Der christliche Glaube blickt weiter, öffnet Horizonte, wo wir nur gegen eine Wand aus Problemen zu blicken glauben. Himmlische Gaben, Zeichen für eine andere, befreite Welt, beschenkt in der Taufe, lebendig bei uns durch den lebendigen Christus. „Was wir schon erreicht haben, darin lasst uns auch leben!“ (Philipper 3,16)

Der Apostel Paulus, der wegen seines Einsatzes für Christus viel Leid erfuhr und mit vielen Herausforderungen konfrontiert wurde schreibt im 6. Kapitel des 2. Briefes an die Korinther „In allem erweisen wir uns als Diener Gottes, in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten…in der Kraft Gottes… als die Sterbenden, und siehe, wir leben…als die Traurigen, aber allezeit fröhlich, als die Armen, aber die doch viele reich machen, als die nichts haben und doch alles haben.“

Liebe Menschen der Verbandsgemeinde, packt euren Glaubensreichtum aus! Reaktiviert den Blick auf die himmlische Fülle, die sich hier auf Erden Bahn bricht!

Oder, wer noch nicht mit Christus begonnen hat: Öffnet euer Vertrauen in die himmlische Welt. Lasst euch von Christus zeigen, wie das Himmelreich schon in unsere Welt hineinstrahlt.

Aktivierter Glaube trägt durch alle Zeiten! Ohne den ist alles nichts.

Fragen dazu? Gerne an mich. Mit herzlichem Gruß, Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser

 

Andacht KW10

Worauf du dich verlassen kannst! Aber auf wen ist Verlass?

Nun liegen die ersten Herausforderungen  und Frustrationen im noch jungen Jahr hinter uns. Damit stellt sich die Frage: auf wen und was ist wirklich Verlass?. Bei der Antwort auf diese Frage steht der Name Gottes im Mittelpunkt. Der Name Gottes ist dabei nicht wie ein frommes Etikett und auch nicht eine leicht daher gesagte Floskel. Sondern es geht um die absolute Verlässlichkeit Gottes, zu der wir jederzeit Zugang und Zuflucht haben. Gott gewährt Geborgenheit, die wir nicht selber machen und gewährleisten können.

Die Antwort steht in einem Satz aus der Bibel im Buch Sprüche 18,10: Der Name des Herrn ist ein starker Turm; dorthin eilt der Fromme und ist geborgen.

Damit wir uns das besser vorstellen können wird uns hier ein Bild zum Vergleich geliefert: der Turm. Nun gehören Turmbauten zur Geschichte der Menschheit einfach dazu. Aber die Türme als Zeichen von Wirtschaftskraft und Zivilisation können auch schwanken oder einstürzen. 

Doch nun steht da: Der Name des Herrn ist ein starker Turm. Hier ist vorausgesetzt, dass dieser Turm nicht wankt. Denn er ist nicht von Menschenhand gemacht. Wenn ich mich auf diesem Turm befinde, bin ich am richtigen Platz. Von dort  habe ich  einen Überblick auf die nähere Umgebung mit Menschen und Ereignissen, welche auf mich zukommen. Und vor allem, wenn dieser Turm auch noch leuchtet, gibt er anderen auch im Dunklen Orientierung. Zugleich ist er ein Ort der Geborgenheit  für diejenigen, welche im Turm sind. Und ein Zufluchtsort, wenn es mal eng wird und die Probleme über den Kopf wachsen.

Dies lässt  sich aus ausdrücken mit dem Text eines bekannten Liedes: „Gott, du bist mein Zufluchtsort, ich berge mich in Deiner Hand, denn du schützt mich, Herr. Wann immer mich Angst befällt, traue ich auf dich.“

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW11

Wird´s endlich mal Zeit mit den Samenkörnern?

Nun wachst mal schön ....  Stichwort Samenkorn; dazu gehört dieser Satz:: "Ein Weizenkorn, dass nicht in den Boden kommt und stirbt, kann keine Frucht bringen, sondern bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, ob wohl es selbst dabei stirbt." (gesprochen von Jesus ,Johannesevangelium Kap. 12, 24).

Jesus spricht hier eine ganz normalen Vorgang aus der Natur an. Den Satz vom Weizenkorn wendet Jesus auf seine Person an. Jesus - der Sohn Gottes wurde von Menschen gefangen, geschlagen ans Kreuz genagelt, getötet und begraben. Dann ist er für eine Zeitlang in der Tiefe und Dunkelheit des Todes.  Am dritten Tage auferstanden von den Toten. Dann ist Ostern und neues Leben.

Zur Frühlingszeit werden viele Samenkörner in Erde gelegt. Dort sterben sie, verlieren ihre ursprüngliche Gestalt bringen aber neues Leben hervor. Dieser Vorgang ist Hinweis auf den Kern und das Geheimnis des christlichen Glaubens:  Jesu Leiden, Sterben - seine Auferstehung. Jedes Jahr im Frühling ist dies Anlass zum Nachdenken und Feiern.

Der Frühling bringt zwei menschliche Grundbedürfnisse zum Ausdruck Aufräumen  und Hoffnung. Diejenigen die sich mit ihrem Leben auf Jesus Christus einlassen machen die Erfahrung:

Ihr Leben wird aufgeräumt. Schuld wird bereinigt, Zweifel und  Verletzungen geheilt, - weil Jesus selbst  erlitten hat die Schattenseiten des menschlichen Lebens. Und die zweite Erfahrung: Glaube wächst, Hoffnung breitet sich aus, weil Jesus vom Tod auferstanden ist. .

 Heinz-Günther Brinken

Andacht KW12

Manche Menschen verwechseln Gott mit einem Zauberer in unserem menschlichen Wanderzirkus. Hokuspokus – schon schwindet das Elend! Und wenn nicht: Dann kündigen sie ihm den Arbeitsvertrag!

Manche Menschen verwechseln Gott mit einem Automaten an der Straßenecke. Oben Gebet rein, unten die Erfüllung aller Wünsche raus. Und wenn nicht: Dann lassen sie ihn einfach stehen, strafen ihn mit Desinteresse, gehen achtlos an ihm vorüber.

Manche Menschen verwechseln Gott mit einem Hund. Sie die Herrchen, denen er treu und ohne Widerworte folgt, auch wenn Herrchen Mist baut. Und wenn nicht, dann sperren sie ihn ein, begrenzen ihm den Raum in ihrem Leben.

Liebe Menschen der Verbandsgemeinde! Ich habe nichts gegen Zauberer und Automaten und ich schätze und mag Hunde sehr. Aber wir sollten Gott nicht mit ihnen verwechseln. Denn er ist anders, viel mehr, unermesslich, alles übersteigend.

Vielleicht haben wir ja die Gedanken Gottes noch nicht gedacht, die Wege Gottes noch nicht entdeckt, sein Wesen noch nicht ergriffen.

Wenn wir die Freiheit und Souveränität, die er sowieso hat und die wir ihm nicht nehmen können, nicht beachten, dann schränken wir uns selbst ein. Wir nehmen uns selbst die Chance, seine Weisheit und sein Tun zu entdecken. Blicken wir ihm hingegen offen und voller Ehrfurcht entgegen, lässt er sich neu erfahren, zauberhaft-überraschend, lebendig und aufmerksam hörend, liebevoll und hilfreich gegenwärtig.

Amen – so sei es! Ihre Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW15

Alles Pfeifen! dachte ich neulich –

als ich an einer Orgel saß. Hatten Sie anderes erwartet?

Nun ja, Orgelpfeifen haben mit uns Menschen einiges gemein: Sie sind sehr unterschiedlich. Jede Orgelpfeife hat ihre Bauart, ihren Klang, ihre Stimmung. Manchmal sind sie auch verstimmt…

Ein anderes Mal wiederum klingen sie sehr schön. Und bringen sich in Einklang mit anderen. Wozu sind sie da? Was sollen sie tun? Am besten weiß das der Orgelbaumeister.

Und wir Pfeifen? Fragen wir doch mal den Baumeister, den dieser Welt. Orgelbaumeister sind grundsätzlich für Zusammenklang, auch bei unterschiedlichen Stimmen, Aufgaben in der Musik und Stimmungen.

Wo gehöre ich Pfeife hin, was sind meine Aufgaben? Welche Melodie ist jetzt zu spielen? Mit welchen anderen Pfeifen bringe ich mich in Einklang? Wo gilt es, Missklänge und Verstimmungen zu bereinigen?

Gerade in sich verändernden Lebenssituationen, in Zeiten von Verunsicherung und Perspektivlosigkeit: Fragen wir immer wieder den Baumeister dieser Welt:

Am besten, bevor wir auf dem letzten Loch pfeifen! (Pfarrerin Anja Karthäuser)

Andacht KW16

Wie konfirmiert ist Ihr Leben?

Demnächst gibt es in der Kreuzkirche wieder die Gottesdienst zur Konfirmation. Jetzt geht es auch um Befestigung Ihres Lebens.

Durch Verantwortung, Verlässlichkeit, Vertrauen!

Diese drei Eigenschaften brauchen Sie und ich. Die helfen uns das ganze Jahr hindurch. Fragt sich nur, wo und von wem wir diese empfangen.

In der Bibel im Neuen Testament steht: Jesus, der Sohn Gottes ist wie ein  großer Hoherpriester. Er hat den ganzen Himmel bis hin zum Thron Gottes durchschritten. Zugleich hatte er die Tiefen und das Leid menschlichen Lebens erlebt und durchlitten. Und, ähnlich wie wir, war er Krisen und Versuchungen aller Art ausgesetzt.  Allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass Jesus ohne Sünde war und unschuldig blieb.

Im Hebräerbrief, Kap, 4 Vers 16 steht:“So lasst uns nun mit Vertrauen hinzutreten zu Jesus Christus, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“  Dann empfangen wir  Verantwortung und  Verlässlichkeit für unsere Mitmenschen und für uns selbst.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW18

 

Die Welt ist voller Bilder!

Viele Menschen haben die Winterzeit und die des Rückzugs im Lock-Down kreativ genutzt und zu Pinsel und Farben gegriffen. Mittlerweile kann man Ausstellungen online besuchen. Und die Sehnsucht ist groß, dass Museen wieder „live und in Farbe“ erlebt werden können. Denn: Die Welt ist voller Bilder!

Aber nicht nur im Zusammenhang mit Kunst ist die Welt voller Bilder. Täglich und überall begegnen wir Bildern – und sie uns.

Mitten aus dem Alltag hat Jesus Dinge und Gegenstände gewählt, um sie uns zum Gleichnis werden zu lassen, zu Bildern und Vergleichen für Gottes Botschaften. Das waren damals z.B. das Senfkorn, die Perle, der Schatz im Acker, die kleine Geldmünze, der Feigenbaum. Sie wurden den Menschen lebendige Botschaft des Himmels.

Wie wäre es, wenn wir das aktiv übernähmen? Es wie Jesus machen und Gottes Botschaft in den Dingen des Alltags entdecken. Aufgeschlossen sein für die Bilder, dass es zu einer intensiven Begegnung mit ihnen kommen kann. Was ist Ihr Bild für Gottes Liebe? Zu welchem Vergleich regt Sie Ihre Fensterbank oder Ihr Briefkasten an? Sagt Gott Ihnen damit etwas über Ihren Glauben, Ihre Hoffnung, Ihren Trost?

Die Welt ist voller Bilder – und Fingerzeigen Gottes!

Entdeckungsfreudige Grüße von Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW19

„JESUS: Unsichtbar aber da ! “

Knapp 50 Urlauber mit einem Reisebus aus Flensburg machten in Österreich einen Tagesausflug zum Großglockner, um diesen zu sehen. Sie sahen jedoch nur Nebel und Wolken, Geröll und ein wenig Schnee. So sehr sie auch schauten, es war nichts zu sehn.

Jedoch zu zweifeln an diesem Berg, sein reales Vorhandensein, das kam keinem in den Sinn. Auch Herr Meyer, der ansonsten nur das glaubt, was er sieht (mit eigenen Augen) hat 5 Ansichtskarten  in Farbe gekauft. Er hat dort geschrieben von unvergesslichen Eindrücken. Und er hatte selbst nichts gesehen als Nebel. Und zweifelte doch nicht an dem Berg.

Auch wenn wir keine „Tomaten auf den Augen“ haben oder keine Philosophie als Filter für die Wahrnehmung vorgeschaltet haben.: wir müssen dran erinnert werden: Jesus Christus ist unsichtbar, aber da; das heißt:  erreichbar. Das ist der Sinn des Festes „Christi Himmelfahrt“. Jesus verabschiedete sich von seiner leiblichen Anwesenheit bei den Jüngern. Diese waren dann die erste Generation, welche mit der „Unsichtbarkeit“ von Jesus leben musste.  Seitdem bis heute muss keiner aus eigener Anstrengung glauben. Denn Gott schenkt seinen Heiligen Geist, ermöglicht damit christliche Gemeinde und Erfahrung des Glaubens. Seit „Himmelfahrt“ gilt: Jesus hat sich nicht bei Gott zur Ruhe gesetzt, sondern ist in „Rufweite“: So nah wie das nächste Gebet.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW21

Antrieb

Früher frotzelten wir, wenn jemand besonders schnell und mühelos die Berge hinaufradelte: Der hat bestimmt ein Hilfsmotörchen!

Heute radeln sie überall herum: Die E-Bikes, wie neudeutsch „Fahrräder mit Hilfsmotörchen“ genannt werden. Einen besonderen Antrieb haben. Gar nicht verkehrt, bringt es doch so manchen zu Zielen, die er sonst nicht per Rad erreicht hätte. Einen besonderen Antrieb haben – gar nicht verkehrt.

Nicht nur beim Fahrradfahren.

Was treibt dich an? Der Ehepartner oder die Familie? Die Geldnot oder die Geldgier? Das Arbeitsamt oder das Ordnungsamt? Neid oder Wille zur Macht? Der Frust über die aktuelle Situation oder die Hoffnung auf Besserungen?

Sehr vielfältig können sie sein, unsere „Antriebe“. Darunter gibt es auch solche, die uns nicht gut tun oder solche, die ambivalent sind.

Pfingsten bedeutet, einen Antrieb zu bekommen, der segensreich und zu 100% gut ist: den Geist Gottes.

Beim ersten Pfingsten hat der Geist Gottes die Jünger dazu angetrieben, mutig zu bezeugen, was ihren Seelen Heil und Glückseligkeit schenkt. Der Heilige Geist gab den Antrieb zur Gründung der ersten Gemeinde.

Im Gegensatz zu den Motoren und Motörchen unseres Alltags hat dieser Geist-Motor Gottes unbegrenzte Kapazitäten und ist zudem lebendig: Voller Liebe wirkt er Gottvertrauen und Gemeinschaft. Seine Kraft überwindet tiefe Gräben und hohe Berge. Sich vom Geist Gottes Energie und Antrieb geben lassen – wie wär’s? Pfingstlich!!

Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW22

Heiliger Geist?

Seit Pfingsten hat der Glaube an Jesus neu angefangen. Und später sind daraus christliche Gemeinden entstanden. Entscheidend wichtig war uns ist bis heute das Wirken Gottes durch den heiligen Geist. Heiliger Geist??? Frommes Gespenst? Oder ein Klosterlikör? Oder ein gasförmiges Wirbeltier?

Unsere Umgangssprache hilft zu verstehen, wer mit „Heiliger Geist“ gemeint ist. Jedes Kind weiß, dass Autos ohne Treibstoff, sprich „Sprit“ höchstens bergab rollen können. Ohne Sprit keine Bewegung. „Sprit“ erinnert an das englische Wort „spirit“, das wiederum heißt ins Deutsche übersetzt „Geist“. Es geht also um etwas, was für Antrieb und Wärme sorgt.

Und wenn Sie nun das Wort „heilig“ dazu nehmen, dann sind wir wieder beim Thema. Es geht um Antrieb und Wärme welche Gott durch seine Nähe schenkt. Manchmal ist das wirklich zu spüren.

Nicht zuletzt ist der Heilige Geist zugleich die dritte Person Gottes. Damit spricht er Menschen an, damit sie an Gott glauben können. Sie können es selbst ausprobieren und erleben: in Ihrer katholischen oder evangelischen Gemeinde gleich um die Ecke und im Internet (wenn es nicht anders geht).

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW23

„Froh zu sein bedarf es wenig ...“ 

….. und wer froh ist, ist ein König“

Wo und von wem dieser Liedvers stammt, weiß ich nicht. Aber jetzt ist er nun mal da. Genau passend in dieser Jahreszeit mit den vielen bunten Farbtupfern in der Natur.

 Es geht um den Grundton der Freude, welcher unserem Leben auch in Corona-Zeiten helfen muss.  Die Frage ist: Wieviel brauchen wir, um froh zu sein?  Eigentlich „einfach“, nur nicht nach der Methode „Zähne zusammenbeißen“. Sondern so, nach dieser „Methode“:: Ich hole tief Luft,  halte inne und ich denke an ein Versprechen, das Gott gegeben hat. In der Bibel steht da zum Beispiel: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“.  So steht es im Neuen Testament:.2.Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 7. Das können wir uns von Gott schenken lassen. Denn seit Ostern hat der Tod keine Zukunft mehr, das ist der Grund zur Freude.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW24

Wie schön: Vieles geht wieder, manche liebgewonnenen oder uns wichtigen Gewohnheiten konnten wir wieder aufnehmen. Die Freude ist groß! Und zugleich schwingt immer ein Vorbehalt mit. Wer weiß schon, wie es weitergeht? Wer kann schon wirklich mit Sicherheit planen? Lebensgefühl „Pulverfass“

Wie sitzt es sich auf einem Pulverfass?

Vielleicht gar nicht so schlecht - solange es ruhig bleibt!!

Oder doch mit einem mulmigen Gefühl und großer Verunsicherung? Mit schaumgebremster Freude, mit angezogener Handbremse, was den Lebensmut und die Zuversicht betreffen? Mit Skepsis und Misstrauen?

Liebe Menschen der Verbandsgemeinde, ich sage Ihnen nun nicht „alles halb so wild“ oder „alles nur Einbildung“. Im Gegenteil: Unser komplettes Leben ist ein Pulverfass! War es schon immer! Jeden Tag könnte alles aufhören. Allerdings: Das war uns nie so bewusst wie heute! Menschen der Bibel bitten deshalb Gott: „Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Letztlich sind wir tagtäglich darauf angewiesen, dass der Herr unser Leben erhält. Unter diesem Vorbehalt steht alles. Darum rät der Jakobusbrief: „Darum solltet Ihr sagen: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.“ Und raten Sie einmal, wer dann dafür zuständig ist, ihm alles anzuvertrauen und zu widmen? Richtig! Der liebende, dreieinige Gott!

Genau das zu tun, dem Herrn der Welt alles anzuvertrauen und zu widmen, hilft dann, das Leben auf dem Pulverfass nicht nur auszuhalten, sondern mit Zuversicht und dem Gefühl der Geborgenheit anzugehen, zu leben, zu genießen, sinnvoll zu gestalten. Eine mit Sinn und Freude gefüllte Zeit auf dem Pulverfass wünscht Ihnen Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW25

In sechs Monaten ist Weihnachten!

Tatsächlich: In bestimmten Branchen müssen die Vorbereitungen dazu im Juli beginnen, z.B. die Produktion von Lebkuchen. Und bestimmte Chöre müssen für die Auftritte im Dezember schon in der Sommerhitze sich mit Weihnachtsliedern beschäftigen, zusätzlich noch mit Hygienekonzepten.

Aber das vergangene Jahr und die Zeit bis April 2021 haben gezeigt, dass Pläne oft vergeblich sind.

Trotzdem, die Zeit vergeht und im  Dezember  merken wir es endgültig:  wo ist die Zeit geblieben? Ach hätten wir nur ….

Andererseits: Gott unser Schöpfer hat uns vor allem mit Wahrnehmungssinnen für die Gegenwart ausgestattet. Die Zukunft? Das eine oder andere müssen wir sicher vorplanen und vorsorgen. Aber tatsächlich bleibt uns die Zukunft verschlossen.

Und das ist gut so. Wenn Sie im Voraus wüssten  welche Nöte und Probleme sie erwarten, dann wäre damit Ihre Gegenwart belastet. Die Angst vor der Zukunft würde Sie lähmen.  Die Zukunft gewinnen Sie also heute – Im Blick auf die Güte Gottes. Im Psalm  37 wird das so gebetet: „Vertraue – heute! - Gott dem Herrn deine Lebenswege an, er wird es wohl machen“. Die  Zukunft trotzdem gewinnen, nämlich: heute!

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW27

„Was hat der denn da für komische Kästchen an Stirn und Arm?“ wundert sich einer meiner Schüler. Ich habe der Lerngruppe einen Juden beim Gebet gezeigt. Fromme Juden binden sich dazu Gebetsriemen aus Leder um Arm und (wie ein Stirnband) um den Kopf. An denen sind diese Gebetskapseln. Sie sind wie eine Mini-Schatzkiste! Denn darin steckt das Ur-Bekenntnis, das Sch’ma Jisrael aus 5. Mose 6, 4-9. Also ein Text, der auch für die christliche Religion „Heilige Schrift“ und damit Wort Gottes ist. Und diese Verse haben es in sich: Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ Eine starke Glaubensgrundlage!Aber es geht noch weiter: Gott spricht „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden... Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein...“Diese geheimnisvollen Kästchen sind also eine Gedächtnisstütze! Gott weiß, dass wir Gedächtnisstützen brauchen. (Und wer sich schon einmal geärgert hat, dass er etwas Wichtiges vergessen hat, weiß es ebenso…) Heute für uns die Anregung: Machen Sie sich Gedächtnisstützen Ihres Glaubens! Was Ihrem Glauben Halt gibt, tragen Sie es bei sich, schreiben Sie es sich auf, stellen Sie es sich an einen besonderen Ort, lassen Sie es in Ihrem Zuhause sichtbar sein! Nicht vergessen! Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW28

„Was hat der denn da für komische Kästchen an Stirn und Arm?“ wundert sich einer meiner Schüler. Ich habe der Lerngruppe einen Juden beim Gebet gezeigt. Fromme Juden binden sich dazu Gebetsriemen aus Leder um Arm und (wie ein Stirnband) um den Kopf. An denen sind diese Gebetskapseln. Sie sind wie eine Mini-Schatzkiste! Denn darin steckt das Ur-Bekenntnis, das Sch’ma Jisrael aus 5. Mose 6, 4-9. Also ein Text, der auch für die christliche Religion „Heilige Schrift“ und damit Wort Gottes ist. Und diese Verse haben es in sich:

Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ Eine starke Glaubensgrundlage!

Aber es geht noch weiter: Gott spricht „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden... Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein...“

Diese geheimnisvollen Kästchen sind also eine Gedächtnisstütze! Gott weiß, dass wir Gedächtnisstützen brauchen. (Und wer sich schon einmal geärgert hat, dass er etwas Wichtiges vergessen hat, weiß es ebenso…) Heute für uns die Anregung: Machen Sie sich Gedächtnisstützen Ihres Glaubens! Was Ihrem Glauben Halt gibt, tragen Sie es bei sich, schreiben Sie es sich auf, stellen Sie es sich an einen besonderen Ort, lassen Sie es in Ihrem Zuhause sichtbar sein! Nicht vergessen!

Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW29

„Froh zu sein bedarf es wenig ...“ 

 

 

„Froh zu seine ...“ sang meine Schwester als (vermutlich) 5-jährige vor über 50 Jahren ab und zu – mit Textlücken -vor sich hin. Irgendwo hatte sie dieses Lied gehört: „Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König“

Wo und von wem dieser Liedvers stammt, weiß ich nicht. Aber jetzt ist er nun mal da.

 Es geht um den Grundton der Freude, welcher unserem Leben auch in Corona-Zeiten helfen muss.  Die Frage ist: Wieviel brauchen wir, um froh zu sein?  Eigentlich „einfach“, nur nicht nach der Methode „Zähne zusammenbeißen“. Sondern so, nach dieser „Methode“:: Ich hole tief Luft,  halte inne und ich denke an ein Versprechen, das Gott gegeben hat. In der Bibel steht da zum Beispiel: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“.  So steht es im Neuen Testament:.2.Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 7. Das können wir uns von Gott schenken lassen. Denn seit Ostern hat der Tod keine Zukunft mehr, das ist der Grund zur Freude.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW30

Schon wieder!

Nach den Erschütterungen unseres Lebens und unserer Gesellschaft durch Corona nun ein neuer Schock: Die Flutkatastrophe. Das Grauen ganz nah. Und auf schreckliche Weise werden wir aufgerüttelt, wie labil Gottes Schöpfung schon geworden ist.

Aber dann erleben wir auch dies: Mittendrin zeigen Menschen, was Gutes in ihnen steckt. Sie rücken und halten zusammen, gehen mit ihrer Hilfe, dem Trost, der Unterstützung bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Auf einmal konzentrieren sich Menschen auf das, was wirklich zählt im Leben, was wirklich wichtig ist: Das (Über-)Leben, Liebe und Hilfsbereitschaft über Grenzen hinweg, Solidarität.

Liebe Menschen der Verbandsgemeinde, in dem Moment, in dem ich dies schreibe, fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Genau so ist ja der Gott, dem die Christen all ihr Vertrauen entgegenbringen:

Schöpfer, Bewahrer und Freund allen Lebens

Jesus zeigt die Liebe Gottes heilend, helfend, rettend als Hingabe bis in den Tod und darüber hinaus.

Gottes Geist verbindet Menschen untereinander und mit Gott.

Da ist nicht nur ein großes Vorbild, sondern auch eine lebendige Kraft für unseren Lebensweg! Aufrichtende, ermutigende, liebevolle Kraft in allen Katastrophen! Darum:

Mit ihm durch alle Unwetter des Lebens wünscht Ihnen Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW31

Olympia – gib dein Bestes!

Was für Superlative bekommen wir dieser Tage wieder zu sehen! Die Sportlerinnen und Sportler zeigen vollen Einsatz, geben ihr Bestes. Und was dabei herauskommt, damit kann sich der normale Westerwälder nicht messen. Man soll ja auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Oder beim Weitsprung das Känguru mit einem Pinguin…Und doch habe ich in den letzten Wochen auch Höchstleistungen von ganz normalen Menschen gesehen. Die schreckliche Flutkatastrophe, so furchtbar sie ist, hat eine wunderbare Welle der Hilfsbereitschaft, der Solidarität, des vollen Einsatzes ausgelöst: Fremde halfen einander, Menschen öffneten ihre Herzen und Geldbeutel, gaben großzügig Zeit und Kraft.

Warum muss es eigentlich erst zu solch schlimmen Ereignissen kommen, bevor wir das Potenzial an Nächstenliebe in uns voll ausschöpfen? Warum müssen die Ereignisse uns erst so nah auf die Pelle rücken, bevor wir erkennen, dass die Menschen in Not ja unsere Nächsten sind? Kennen Sie das Gleichnis vom barmherzigen Samariter? Priester und Levit vom Gottesvolk zogen tatenlos an dem schwerverletzten Raubüberfallopfer vorbei. Und dann half ein Fremder aus dem unbeliebten Gebiet der Samaritaner unter Einsatz von Zeit, Kraft und Geld.

Vielleicht ist es das, was Jesus mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter uns heute sagen möchte: Gib dein Bestes, auch dem, der dir bislang fernstand. Für den, dem Du hilfst, zählt nicht, ob es ein Weltrekord ist, er freut sich über das Beste des Westerwälder Normalos! Es grüßt Sie die Betzdorfer Pfarrerin, die ebenso noch keine Olympianorm geknackt hat!

Andacht KW32

Was kommt auf uns zu? Oder wer?

Haben Sie schon Ihren Kalender für 2022?  Ich habe ihn bereits bestellt und  er wird schon bald zum Einsatz kommen. Denn das Jahr 2022 kommt sowieso, auch wenn manche Unsicherheit über das Kommende vorhanden ist.  Aber unser Leben besteht nicht nur aus einer Kette von Zufällen, welche uns dann irgendwann überraschen. Wir haben Verantwortung für andere Menschen und für uns selbst. Darum ist das Leben ist eine Gestaltungsaufgabe, natürlich mit Herz und Verstand. Und der Terminkalender gehört dann auch dazu.  Trotzdem bleibt die Frage:  Wissen wir  wirklich was kommt? Darf das nur von Infektionszahlen abhängen? Egal, ob Schule, Beruf, Gemeinde oder die persönliche Lebensplanung: Bestimmte „Eckdaten“, Termine, und Ereignisse sind vorgegeben. Daraus ergibt sich, was zu tun ist und wo es lang geht.  Dabei müssen wir immer wieder auch Entscheidungen treffen, ohne alle Einzelheiten zu kennen. Wohin führt unser Weg in den nächsten Monaten?

Da hatte  Petrus  eine gute Idee. Nein, es ist nicht der mit dem Wetter, sondern der, welcher mit Jesus unterwegs war. Also, Petrus  fragt Jesus und hat auch sofort die Antwort: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens!“ (Johannes 6, Vers 67) Das ist entscheidend: Ich bin nicht nur auf meine eigenen Ideen angewiesen. Zur Planung und Gestaltung des Lebens brauche ich auch die Bibel mit den Worten von Jesus.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW34

Worauf Sie stolz sein dürfen

Denn Gott spricht. Heute. Und zwar das hier durch den Propheten Jeremia (9,22-23):

 »Der Weise soll sich nicht wegen seiner Weisheit rühmen, der Starke nicht wegen seiner Stärke und der Reiche nicht wegen seines Reichtums“.

Natürlich haben Sie und ich Wissen und Weisheit. Dazu auch Stärke und Vermögen.

Aber das alles ist begrenzt.

Daher gilt: „Grund sich zu rühmen hat nur der, welcher klug ist und Gott erkennt“.

Klug sind aus der Perspektive Gottes nur die Menschen, welche das hören und tun was Jesus sagt.  Im Namen von Jesus sagt uns Gott:

Denn ich bin der Herr, der Liebe, Recht und Treue auf der Erde schafft! An Menschen, die sich danach richten, habe ich Freude. Gott kennen ist Weisheit.

Worte der Bibel, weiter gereicht an Sie durch Heinz-Günther Brinken

Andacht KW36

Beim Besuch einer Sonderausstellung stand ich plötzlich vor einem drei Meter hohen Ungetüm, ganz in schwarz. Ach, es war eine Null. Die schwarze Null! Die, die manchem Finanzverantwortlichen schlaflose Nächte bereitet. Sie steht für Ausgeglichenheit. Ausgewogenes Geben und Nehmen.

In Bezug auf Gott gibt es keine schwarze Null: Wie viel mehr gibt er uns, als wir jemals erwidern können! Niemand kann sich selbst das Leben schenken und mit dem Vollbringen von Wundern hapert’s schon bei einfachen Dingen. In Bezug auf Gott braucht es auch gar keine schwarze Null zu geben, er gibt gerne, mit weitem Herzen, voll Großzügigkeit und ganz aus freien Stücken. Und er geht nicht pleite.

Und wie ist das mit der schwarzen Null in Bezug auf Gottes Welt? Ausgeglichenheit, Geben und Nehmen, Mensch und Natur im Gleichgewicht, das wäre nicht nur schön, sondern auch hilfreich. Rettend und Bewahrend!

Dass unsere Erde aus den Fugen geraten ist, haben wir in diesem Sommer besonders nah und leidvoll erfahren. Wenn die gute Schöpfung Gottes nicht bankrottgehen soll, muss jeder und jede beitragen.

Eine Null wird es nicht sein können. ABER: Wie bei der Haushaltsplanung: Wenn die Null nicht erreichbar ist, bleibt sie trotzdem das Ideal. Als Ideal gibt sie die Zielrichtung vor. Wie kann ich die Schöpfung möglichst wenig kosten? Wie kann ich ihr etwas geben? Mit Verstand hat der Schöpfer uns ausgestattet und für weitere Erkenntnisse und Kraft sie umzusetzen ist es nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, um seinen Geist zu bitten! Gutes Gelingen wünscht Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW37

Schöpfungszeit – eine Neuheit im kirchlichen Jahreskalender!Was 2007 bei einer europäischen ökumenischen Versammlung noch wenig beachtet begann, wird von immer mehr christlichen Gemeinschaften jährlich wahrgenommen, bedacht und gefeiert: Sie begehen die Zeit zwischen Anfang September und 4. Oktober als Schöpfungszeit. Mit einem Festgottesdienst wurde sie in diesem Jahr am 4.9. am Bodensee eröffnet. Und am nun vor uns liegenden Wochenende wird sie in zahlreichen Gemeinden ringsum feierlich mit dem Erntedankfest beschlossen. Was bedeutet „Schöpfungszeit“? Die Welt als Erschaffung eines liebenden Gottes ansehen! Entdecken! Staunen! Wertschätzen! Danken! Bewahren! Ist eigentlich nicht immer Schöpfungszeit?Sollte nicht eigentlich immer Schöpfungszeit sein?Viele gute Gedanken und Taten dazu wünscht sich und Ihnen Pfarrerin Anja Karthäuser

Andacht KW38

Angst wäre ein schlechter Ratgeber

Darum sagt Jesus Christus: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! (Johannesevangelium, Kap.14) Jesus spricht hier über die Realität Gottes, des Vaters zu. Damit wir heute Trost empfangen und Zuversicht für unsere Zukunft behalten.  Weil unser Verstand allein nicht ausreicht, spricht Jesus direkt am Anfang von unseren Herzen. Unsere Herzen können erschrecken. Nicht weil wir etwas vergessen haben, sondern weil es  Ereignisse im Leben gibt, die uns hilflos machen können.  Und die Erfahrung von Grenzen und Krisen lösen Furcht aus.   An anderer Stelle im NT sagt Jesus dann: Fürchtet euch nicht! Ich bin es. Ich bin da für euch. Dieses Versprechen gilt auch hier.  Es hängt zusammen mit der Einladung zum Vertrauen auf Gott und seinen Sohn Jesus Christus. Ein doppelter Glaube also, welcher der Angst widersteht und neue Perspektiven des Lebens empfängt.

Heinz-Günther Brinken.

Andacht KW40

Vom Mangel des Besitzes……….

Erntedankfest. Wie war das noch? Eigentlich war es dazu da um an das Danken zu denken. Aber unser Dank heute hat einen schalen  Beigeschmack. Wir sammeln und sammeln, und fragen uns: für wen eigentlich? Im Buch des  Propheten „Haggai“ (Altes Testament) lesen wir folgende Anfrage: „Ihr sät viel und bringt wenig ein. Ihr esst und werdet doch nicht satt. Ihr trinkt und bleibt doch durstig. Und wer Geld verdient, der legt es in einen löchrigen Beutel.“(Haggai 1, Vers 6) Wie geht es euch denn damit? Negativzinsen! Beschränkungen! Wofür all die Mühe? Wir sind von Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit bedroht.  Außerdem: die Güter sind ungerecht verteilt. Alle sollen leben können, aber jeder sucht seinen Zugewinn. Jesus Christus sagt: „Niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“(Lukas 12,Vers 15) Die Frage ist dann: Wovon leben wird denn? Was ist der Hauptinhalt unseres Lebens?  Die Antwort dazu finden Sie in der nächsten Ausgabe des Mitteilungsblattes.

Heinz-Günther Brinken.

Andacht KW41

Reichtum empfangen in Gottes Nähe

Jesus Christus erzählte mal die Geschichte eines Landwirts. Da  ging  es um Scheunen die zu klein sind für die reiche Ernte. Wir haben Keller und Dachböden wo Zeug lagert dass wir nicht mehr brauchen. Im Kleiderschrank sind zu viel Teile, die wir seit 1 Jahr nicht mehr angezogen haben.  Und wir sind total beschäftigt für unser Leben alles mögliche zu organisieren. Und wenn wir mal gestorben sind, ist alles vergeblich. Die Frage wurde letzte Woche gestellt: Wovon leben wird denn? Was ist der Hauptinhalt unseres Lebens?  Die Antwort steckt in der Überschrift: Es geht um Reichtum an Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. Sie ereignet sich und wird empfangen von Jesus Christus. Nicht irgendwo, sondern in der realen (Kirchen) Gemeinde vor Ort.

Dazu wird uns im Neuen Testament folgend gesagt: „Weil wir auch füreinander verantwortlich sind, wollen wir uns gegenseitig dazu anspornen, einander Liebe zu erweisen und Gutes zu tun.  Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Zusammen-künften nicht fernbleiben, wie einige sich das angewöhnt haben. Sondern wir ermutigen und helfen uns gegenseitig.“  Im Internet und im Mitteilungsblatt können Sie sich dazu die Informationen holen. Und Erleben werden Sie den Reichtum, wenn Sie sich auf den Weg machen. Dorthin, wo christliche Gemeinde in Betzdorf stattfindet.

Heinz-Günther Brinken

Andacht KW44

„Türen und Schlüssel zum Leben in der Nähe Gottes“

„Ein Papst war gestorben und kam nun zur Himmelstür. Sie war verschlossen. Nach Klopfen und längerem Warten kam endlich Petrus. Der Papst fragte: „Warum kann ich nicht herein- kommen? Ich bin doch dein Stellvertreter und ich habe die Schlüssel“. Petrus:“ Ja, den Schlüssel hast du schon. Aber Martin Luther hat das Schloss ausgewechselt“.

(Paolo Ricca)

Tja, so kann es geschehen: Das Schloss oder das veränderte Passwort verhindert den Zugang. Erfahrungen mit Türen und Schlüsseln sind in unserem Leben  sehr unterschiedlich. Wir können diese auch anwenden auf  mögliche Zugänge zur Nähe Gottes für unser Leben.

Hier aber ist das Passwort unveränderlich und kein Geheimnis: Jesus Christus. Er sagt: „Ich selbst bin die Tür. Wer durch mich hineingeht wird Leben finden für immer“ (nach Johannes 10, Vers 9). Der passende Schlüssel ist unser Vertrauen auf Jesus Christus. Wir können es wagen in der christlichen Gemeinde vor Ort und über der aufgeschlagenen Bibel. Deren Seiten sind dann geöffnete Türen zur Nähe Gottes.

Heinz-Günther Brinken.

Andacht KW45

Total veraltet?

„Bis hierher hat mich Gott gebracht“ – das ist ein Lied in unserem Gesangbuch, das schon im 17. Jahrhundert entstanden ist. Ur-alt. Veraltet?

Sehr beliebt ist es bei älteren Semestern der Kirchengemeinden, beispielsweise wenn sie sich ein Geburtstagslied wünschen dürfen oder wenn Jubilare einen besonderen Hochzeitstag begehen. Nur was für alte Leute?

Letztens habe ich den Text der ersten Strophe für eine Freundin aufgeschrieben:

Bis hierher hat mich Gott gebracht
durch seine große Güte,
bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte,
bis hierher hat er mich geleit',
bis hierher hat er mich erfreut,
bis hierher mir geholfen."

Und mir wurde bewusst: Dieser Text ist im Grunde zeitlos. Mir fielen Kinder aus Gemeinde, Kindergarten und Schule ein, die schon so einiges durchgemacht haben, manches Mal getragen von Gott und seinen menschlichen Engeln.

Ich musste an Erfahrungen aus meinen Hausbesuchen denken, dass auch hinter vornehmen Haustüren und in Familien von wohlhabenden Menschen zahlreiche Lebensstürme toben und große emotionale und soziale Herausforderungen zu bewältigen sind. Da bekomme ich unter Menschen, die fest im christlichen Glauben stehen, oft zu hören: Bis hierher hat mich Gott gebracht – Gott sei Dank!

Gottes Güte und seine Bewahrung veralten nie! Sie reichen sogar über das Ende unseres irdischen Daseins hinaus und führen in die Ewigkeit. In Dankbarkeit für jeden Menschen, der das im Herzen spürt und im Leben erlebt, grüßt Sie Pfarrerin Anja Karthäuser